Selbsthilfe für ehemalige Patient*innen und Angehörige

Ehemalige Patient*innen und Angehörige stellen fest, dass die Erfahrungen auf der Intensivstation noch lange nach der Entlassung nachwirken - auf vielen Ebenen. Gedanken und Gefühle darüber mit Freund*innen und Familie zu teilen, kann aus unterschiedlichen Gründen schwierig sein.

Dieser Beitrag möchte Ihnen aufzeigen, warum eine Selbsthilfegruppe genau dann ein passendes Angebot für Sie sein könnte und wo Sie Kontakte finden.

Warum Selbsthilfe?

Mit der Erfahrung und den Nachwirkungen der Intensivstation zurecht zu kommen, kann sich oft einsam anfühlen. Nur wenige Menschen können wirklich nachvollziehen, was diese Zeit bedeutet hat und wie sehr sie einen prägt.

Der Austausch in einer Selbsthilfegruppe mit anderen Betroffenen kann ein Gefühl von Verbundenheit und Solidarität schaffen.

Sie sind durch Ihre Erfahrung Experte oder Expertin für Ihre Situation geworden. Sich darüber auszutauschen, wie andere mit Schwierigem umgehen, welche hilfreichen Ideen sie gefunden haben, kann neue Perspektiven aufzeigen und Mut machen. In diesem geschützten Rahmen erleben viele Menschen Unterstützung, Trost und Motivation. So können Verarbeitung und vielleicht auch Heilung unterstützt werden.

Wichtig zu wissen ist, dass Selbsthilfe keine Therapie ersetzen kann, aber eine wertvolle Ergänzung darstellt.

 

Wie läuft so ein Treffen ab?

Weitere Informatonen finden Sie über die untenstehenden Links.

In der Regel werden Selbsthilfegruppen zu Beginn noch von Externen begleitet, die Erfahrung im Aufbau von Gruppen haben. Die weiteren Treffen finden dann in Eigenregie statt, oftmals unterstützt durch einen Gruppenverantwortlichen.

Viele Gruppen laden auch regelmässig Fachpersonen zu bestimmten Themen ein oder unternehmen gemeinsame Aktivitäten in der Freizeit. Jede Gruppe hat dabei ihr eigenes Profil und ihre eigene Dynamik. Bei allem gilt, dass die Angebote auf Freiwilligkeit basieren und Sie selbst entscheiden, wie viel Sie von sich preisgeben möchten.

 

Selbsthilfeangebot in der Schweiz

-Post-Intensive-Care-Syndrom für ehemalige Patient*innen (PICS) und Angehörige (PICS-F) (online)

www.selbsthilfezuerich.ch

Flyer_SHG_PICS_Angehörige

Flyer_SHG_PICS_202410

043 288 88 88 oder selbsthilfe@selbsthilfezuerich.ch

https://sgi-ssmi.ch/de/post-intensive-care-syndrome

 

 

Selbsthilfeangebote in Deutschland

-Intensivhelden für ehemalige Patient*innen und Angehörige (vor Ort in Traunstein und online)

  1. Dienstag im Monat von 18 - 20 Uhr

Selbsthilfezentrum Traunstein, Crailsheimstr. 12

Infos und Anmeldung unter: 0861/209764-23,-25 oder kontakt@selbsthilfe-traunstein.de

 

-Intensivcafé (vor Ort in Wuppertal)

Sekretariat lntensivmedizin: Susanne Halbach

Anmeldung unter (0202) 896-2721 oder  susanne.halbach@helios-gesundheit.de

https://www.helios-gesundheit.de/standorte-angebote/kliniken/wuppertal/event/2026/intensiv-cafe-einladung-an-ehemalige-intensiv-patienten-04-08/

 

 

Selbsthilfeangebote in Österreich

 

Zusatzinformationen

Interessenskonflikte: keine
Autor*innen: Gisela Otrzonsek, Dr. M. Psych. Chu-Won Sim
Redaktion: PD. Mag. Dr. Magdalena Hoffmann, MSc, MBA, RN, Dr. Marie-Madlen Jeitziner, RN, Maria Brauchle, RN
Datum: 24.10.2026
Version: 1.0
Copyright-Vermerk für Fotos: KI-generiertes Bild, erstellt mit ChatGPT (OpenAI) am 24. Oktober 2026
Weiterführende Literatur:
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